03
Aug
Dr. Marc Drögemöller
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Förderung von Umweltbewusstsein in Südafrika

Man stelle sich vor, in der Nähe des weltberühmten Krüger Nationalparks aufzuwachsen, ohne jemals einen Elefanten zu sehen. Wie sollen Kinder dann die Wunder der Natur bewahren lernen, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft entfalten? Mit Unterstützung der TUI Care Foundation erfahren nun 1.550 Grundschulkinder aus den Klassen fünf, sechs und sieben in Dörfern rund um den Krüger Nationalpark, was Natur- und Artenschutz bedeuten. Die ortsansässige Partnerorganisation Sefapane Community Development Fund organisiert dazu in Kooperation mit den Schulen vor Ort das Umweltbildungsprogramm Ecokidz. Ziel ist es, bei jungen Menschen das Bewusstsein für die Bedeutung natürlicher Ressourcen zu stärken und den Naturschutz zu einem festen Bestandteil des Lehrplans an den Schulen zu machen. Damit hoffen die beiden Organisationen, frühzeitig eine umweltbewusste Generation zu fördern, die in Zukunft Verantwortung übernimmt und die einzigartigen Naturlandschaften Südafrikas schätzt und schützt.

Zusätzlich zu den in der Schule veranstalteten Kursen über Natur und Artenschutz verbringen jedes Jahr 400 Kinder im Rahmen des Bildungsprogramms zwei spannende Tage im Krüger Nationalpark. In diesem Jahr plant der Sefapane Community Development Fund mit Unterstützung der TUI Care Foundation mehr als 20 solche Ausflüge. Obwohl diese Kinder nur wenige Kilometer vom Park entfernt wohnen, können sich ihre Familien das Eintrittsgeld nicht leisten. Mit EcoKidz bekommen sie Gelegenheit zum Besuch, erleben die afrikanische Tier- und Pflanzenwelt und erfahren warum es so wichtig ist, die natürliche Umwelt zu schützen und zu erhalten.

Das Projekt erfährt vor Ort große Unterstützung. Die Schulen begrüßen das interaktive Umweltprogramm, mit dem die sogenannten „Umwelt-Hüter“ in den Unterricht kommen und den Umweltschutzgedanken altersgerecht und spielerisch vermitteln. Immer mehr Schulen bauen das Programm nun schrittweise als festen Bestandteil in die Lehrpläne ein. Die Männer und Frauen aus der Umgebung bekommen so eine Chance auf einen Arbeitsplatz als Umwelt-Hüter, was in einer Region mit einer Arbeitslosenquote von über 50 Prozent bei jungen Menschen eine wichtige Erwerbsquelle darstellt. Die Organisatoren sehen die Umwelt-Hüter-Ausbildung auch als eine Möglichkeit, mehr Frauen eine Berufsperspektive zu bieten. Sie müssen die Highschool abgeschlossen haben, erste Lehr-Erfahrung haben und ein Interesse an Umweltthemen mitbringen, um bei EcoKidz mitzuwirken.  

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